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Grundlastfähiges All-in-One PV-Modul ☀

Ein Kabel. Beliebig viele Module. Fertig ist die Anlage.

Warum hat ein Solarmodul zwei Kabel – aber ein Toaster nur eins?

Wer heute eine PV-Anlage baut, lernt schnell: Pluskabel, Minuskabel, MC4-Stecker, Stringverkabelung, MPP-Tracker, Wechselrichter, Erdung extra verlegen. Selbst ein simples Balkonkraftwerk braucht Adapter, einen separaten Mikrowechselrichter und im Zweifel jemanden, der sich auskennt.

Aber warum eigentlich? Ein Toaster hat ein Kabel. Du steckst ihn ein, er funktioniert. Warum kann ein Solarmodul nicht genauso einfach sein?

Ein Kabel. Alles drin.

Stell dir ein Solarmodul vor, das nur ein einziges Kabel hat. In diesem Kabel steckt alles: Strom rein, Strom raus, Erdung, Datenkommunikation. Kein Plus, kein Minus, kein Erdungskabel extra verlegen. Einfach ein Kabel – wie bei jedem Haushaltsgerät.

Du willst ein zweites Modul? Steck es ans erste. Ein drittes? Steck es ans zweite. Die Module verschalten sich intelligent miteinander – automatisch, ohne Konfiguration. Jedes weitere Modul bedeutet mehr Leistung und mehr Speicher. Fertig.

Durch sogenannte SAX-Technologie entfällt der separate Wechselrichter komplett. Kein MPP-Tracker, kein Optimierer, keine Box an der Wand. Die Module können zwischen 48 und 260 Volt umschalten und liefern direkt nutzbaren Strom – über eine SchuKo-Steckdose am Modul.

Jedes Modul ist auch ein Akku

Im Rahmen jedes Moduls sitzen 18650-Akkuzellen – die gleichen zylindrischen Lithium-Ionen-Zellen, die in Laptops, Powertools und Tesla-Batterien stecken. Massenproduziert, erprobt, billig. Bis zu 88 Zellen passen in einen Standardrahmen. Das ergibt rund 0,8 kWh Speicher bei nur 4 kg Mehrgewicht.

Vier Module zusammengesteckt: über 3 kWh Speicher. Genug, um die Grundlast eines Haushalts durch die Nacht zu tragen. Acht Module: über 6 kWh. Alle Akkus aller Module verhalten sich wie ein einziger, großer Speicher – und alle Solarzellen wie eine einzige Anlage. Ohne dass du irgendetwas konfigurieren musst.

Vom Balkon zur Insellösung

Ein Modul am Balkongeländer? Reicht für den Router und den Kühlschrank über Nacht. Vier Module auf dem Garagendach? Grundlast gedeckt. Zehn Module? Du bist nah an einer autarken Insellösung – ohne jemals einen Elektriker angerufen zu haben.

Das System skaliert mit deinem Bedarf. Heute eins, nächsten Monat zwei, nächstes Jahr sechs. Kein Systemwechsel, keine neue Verkabelung, kein Planungsaufwand. Einfach ein Kabel mehr einstecken.

Jede Zelle hat einen Namen

Jede der 88 Zellen pro Modul wird einzeln überwacht. Die Module kommunizieren untereinander über das integrierte Datenkabel – und mit dir über eine App. In Echtzeit siehst du: Welche Zelle lädt, welche liefert, welche schwächelt. Nicht auf Modulebene. Auf Zellebene.

Das ermöglicht etwas, das kein herkömmliches System kann: Wenn eine Zelle nach 15 Jahren nachlässt, tauschst du genau diese eine Zelle. Nicht das Modul. Nicht den Akku-Pack. Eine Zelle. Das Ziel: 40 Jahre Nutzungsdauer – durch Wartbarkeit statt Wegwerfen.

Warum gibt es das noch nicht?

Die Einzelteile existieren alle. 18650-Zellen sind Massenware. Intelligente Zellverschaltung ist Stand der Technik in der Elektromobilität. SchuKo-Steckdosen kosten 80 Cent. Die Erdung lässt sich ins Kabel integrieren – wie bei jedem Haushaltsgerät.

Was fehlt, ist jemand, der aufhört, Solarmodule wie Komponenten zu denken – und anfängt, sie wie Geräte zu bauen.